Brief vom HGZ an den Kreis Heinsberg, Düren und Stadt Aachen vom 19.04.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

die gehörlosen Menschen treten in den letzten Tagen verstärkt an unser Hörgeschädigtenzentrum mit der Bitte um Hilfe heran.

Sie haben erfahren, dass in einigen Städten im Ruhrgebiet, z.B. Bottrop, Düsseldorf, Mühlheim an der Ruhr, Duisburg, Recklinghausen, die gehörlosen Menschen die Impfung gegen Corona erhalten.

Dies begründet sich darin, dass Gehörlose auf visualisierte Kommunikation angewiesen sind und keinen Mund- Nasenschutz tragen können, wenn Sie kommunizieren. Daher sind sie immer wieder dem Risiko der Ansteckung ausgesetzt. Dieses ist bei weitem höher als bei Menschen, die den Schutz immer tragen können.

Die Gefahren für hörgeschädigte Menschen wurden in unserer Region noch nicht gesehen. Wir möchten Sie daher bitten, für diese Menschen mit Behinderung den Zugang zur Corona-Impfung zu priorisieren.

In den oben genannten Städten wurde die Entscheidung unbürokratisch im Sinne der Hörgeschädigten getroffen, wie uns mitgeteilt wurde.

Wir möchten Sie bitten, dies auch in unserer Region möglich zu machen.

Vielen Dank für Ihre Bearbeitung

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Stolten-Beyer                                            Brigitte Rothkopf
 Geschäftsführung                                                1. Vorsitzende e.V.

Sobald wir Rückmeldung erhalten, werden wir Euch informieren.